Kochtopf in Flammen

Das Oberlandesgericht (OLG) Hamm hat mit Beschluss vom 15. Oktober 2014 entschieden (20 W 28/14), dass kein Brandschaden im Sinne der Versicherungs-Bedingungen einer Gebäude- bzw. Hausratversicherung vorliegt, wenn es in einem Kochtopf zu einem Brand kommt, ohne dass die Flammen brennbare Gegenstände außerhalb des Topfs erreichen bzw. erreichen könnten.

Im April 2011 hatte ein Mann und späterer Kläger einen Kochtopf mit Eisbein und Zutaten in Wasser auf dem Herd seiner Küche erwärmt und danach das Haus in der Annahme verlassen, dass er den Herd abgestellt habe. Das Gegenteil war aber der Fall, denn es stellte sich heraus, dass die Kontrollleuchte an seinem Herd defekt war. Aufgrund einer weiteren Fehlfunktion erwärmte sich die Herdplatte außerdem mit voller Kraft.

Nach der Rückkehr des Klägers war daher das Wasser im Topf verdampft und dessen Inhalt in Brand geraten, welchen der Kläger eindämmte, indem er den Deckel auf den Topf setzte und diesen nach draußen beförderte.

Durch das Feuer wurden zwar nur der Topf und dessen Inhalt zerstört, aber wegen des Brandes waren die Küche und angrenzende Räume mit einem Schmier- und Rußfilm überzogen.

Infolge dessen entstandenen Reinigungskosten in Höhe von mehreren tausend Euro, die der Kläger gegenüber seinem Versicherer geltend machte, bei dem er eine Gebäude- und Hausratversicherung abgeschlossen hatte ...

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