Facebook & Arbeitsrecht

von Susanne Gebhardt

Si­cher kann man Ver­ständ­nis für ei­nen Zeit­ge­nos­sen auf­brin­gen, der sich ein­mal über ei­nen Kol­le­gen, den Vor­ge­setz­ten oder sei­nen Chef är­gert. Wer al­ler­dings die­sem Är­ger in so­zia­len Netz­wer­ken, wie Face­book oder Twit­ter öf­fent­lich­keits­wirk­sam Luft ver­schaf­fen will, sollte ge­warnt sein, dass auch das World Wide Web kein rechts­freier Raum ist und man auf diese Weise schnell sei­nen Job ris­kie­ren kann.

In letz­ter Zeit hat­ten sich die Ar­beits­ge­richte ver­mehrt mit Kün­di­gun­gen zu be­fas­sen, de­nen be­lei­di­gende Ein­träge in so­zia­len Netz­wer­ken vor­aus­ge­gan­gen wa­ren. Bei im­mer mehr Ge­richts­ent­schei­dun­gen wird deut­lich, dass der Ar­beit­ge­ber sol­che Pflicht­ver­let­zun­gen nicht hin­zu­neh­men braucht. Die Treue– und Loya­li­täts­pflich­ten aus dem Ar­beits­ver­trag ver­pflich­ten näm­lich je­den Mit­ar­bei­ter, den Ruf sei­nes Ar­beit­ge­bers in der Öf­fent­lich­keit nicht durch eh­ren­rüh­rige Äu­ße­run­gen herabzusetzen.

Dies gilt auch und erst recht bei der Nut­zung von so­zia­len Netz­wer­ken. Hier sind die Ge­fah­ren so­gar be­son­ders groß, die vom ge­schrie­be­nen Wort aus­ge­hen kön­nen. In­for­ma­tio­nen im In­ter­net ste­hen zu­meist ei­nem grö­ße­ren Adres­sa­ten­kreis zur Ver­fü­gung, kön­nen un­be­grenzt re­pro­du­ziert wer­den und sind im Zwei­fel auch nicht mehr lösch­bar: „Das In­ter­net ver­gisst nicht.“

Je­der User sollte da­her ge­nau ab­wä­gen, wel­che An­ga­ben er in sei­nem Pro­fil ver­öf­fent­licht se­hen möchte. Wer un­be­dacht be­lei­di­gende Äu­ße­run­gen zu sei­nem Ar­beit­ge­ber oder Kol­le­gen ein­stellt, muss mit ei­ner Kün­di­gung sei­nes Ar­beits­ver­hält­nis­ses rechnen.

Je nach der Schwere sol­cher Ein­träge kann so­gar eine frist­lose Kün­di­gung ge­recht­fer­tigt sein ...

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