„Ich mach di meier!“ – Kurioser Reichsbürger-Prozess um Bedrohung

von Stephan Weinberger

Im niedeösterreichischen Krems musste sich ein 47-Jähriger wegen gefährlicher Drohung vor dem Richter verantworten. Dort legte der Mann einen kuriosen Auftritt ab.

Gleich zu Beginn des Prozesses erklärt der aus dem Bezirk Zwettl stammende Mann gegenüber dem Richter und der Anklagevertreterin: „Die Verhandlung ist nichtig“. Dieses Verhalten ist typisch für Reichsbürger, die den Staat und Gericht nicht anerkennen. Ob der Mann zur Szene gehört oder nur aus “prozesstaktischen Gründen” auf diese “Verteidigung” zurückgreift, ist nicht bekannt. Fakt ist, dass er damit beim Richter nicht durchdringt, der Prozess findet statt. Noch einmal versucht es der Angeklagte: „Ich lehne den Richter ab, wegen Befangenheit“. Doch auch ist dieser Versuch gescheitert, der Richter fühlt sich nicht befangen.

Der aus dem Waldviertel stammende Mann verweigert weiterhin zur Sache relevante Angaben, er bestreitet jegliche Schuld und hüllt sich ansonsten in Schweigen. Der Richter verhört nun einen 30-jährigen Beamten als Zeugen ...

Zum vollständigen Artikel


Cookies helfen bei der Bereitstellung unserer Dienste. Durch die Nutzung erklären Sie sich mit der Cookie-Setzung einverstanden. Mehr OK