Student bei „Kittelverbrennung“ schwer verletzt – kein Arbeitsunfall

von Thorsten Blaufelder

Dez 22

Verbrennen Pharmazie-Studenten ganz nach Studententradition ihre Laborkittel, stehen sie nicht unter dem Schutz der gesetzlichen Unfallversicherung. Denn Unfallschutz könne nur dann beansprucht werden, wenn eine „unfallbringende Verrichtung“ im Verantwortungsbereich der Hochschule liegt, urteilte am Donnerstag, 10.12.2015, das Thüringische Landessozialgericht (LSG) in Erfurt (AZ: L 1 U 1264/14).

Konkret ging es um Pharmazie-Studenten der Universität Jena, die wegen des Abschlusses ihres Praktikums im sechsten Semesters ihre Freude mit einer studentischen Tradition zum Ausdruck bringen wollten: Sie verbrannten ihre Laborkittel.

Doch die „Kittelverbrennung“ am 18.07.2012 verlief anders als gedacht. Es kam zu einer Verpuffung, bei der 13 Studenten, unter anderem die Klägerin, teils schwer verletzt wurden.

Die Klägerin wollte den Unfall als Arbeitsunfall anerkannt haben. Die Unfallkasse Thüringen lehnte dies jedoch ab ...

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