Böllerwurf - Muss Fußballfan 30.000 Euro Verbandsstrafe übernehmen?

Oberlandesgericht Köln Böllerwurf - Muss Fußballfan 30.000 Euro Verbandsstrafe übernehmen? Ein Fußballverein verlangt von dem beklagten Fußballfan Schadensersatz in Höhe von 30.000 Euro wegen des Zündens eines Knallkörpers bei einem ihrer Heimspiele. Das Landgericht Köln hatte der Klage stattgegeben. Darüber hat nun das OLG Köln entschieden. Der Sachverhalt

Weil ein Fußballfan einen Knallkörper auf den Unterrang der Nordtribüne warf und einige Zuschauer verletzte, verurteilte das Sportgericht des DFB den Sortverein zu einer Strafe über 50.000 Euro und einer Investition von 30.000 Euro in Präventivmaßnahmen im Stadion.

Wegen dieses Vorfalls verlangt der Sportverein 30.000 Euro vom Fußballfan und bekam vorinstanzlich Recht (LG Köln, Urteil vom 08.04.2015 - 7 O 231/14). Zwischen dem Verein und dem Mann sei durch den Stadionbesuch ein Schuldverhältnis im Sinne von § 280 Abs. 1 BGB entstanden. Zum anderen ist zwischen den Parteien aber auch bereits durch den bloßen Besuch durch den Mann jedenfalls ein vertragsähnliches Schuldverhältnis gem. § 311 Abs. 2 Nr. 3 BGB zustande gekommen, welches wechselseitige Schutz- und Rücksichtnahmepflichten im Sinne des § 241 Abs. 2 BGB begründet

Das Urteil des Oberlandesgerichts Köln

Das Oberlandesgericht Köln (Urteil vom 17.12.2015) hat die Entscheidung des Landgerichts aufgehoben und die Klage des FC Köln abgewiesen ...

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