Abkauf von Wettbewerb kostet Geld – beim Kartellamt!

Das Bundeskartellamt erlässt Bußgelder gegen drei Herausgeber von Anzeigenblättern, die eine wechselseitige Stilllegungsvereinbarung getroffen haben.

Ein Dresdner Verlagshaus bringt im Raum Dresden die Anzeigenblätter „DaWo″ und „FreitagsSZ″ heraus, ein Verlag aus Monschau dort das Anzeigenblatt „Wochenkurier″ und ein Chemnitzer Verlag dort das Anzeigenblatt „Sächsischer Bote″. In der Region Chemnitz wird vom Chemnitzer Verlag das Anzeigenblatt „Blick″ herausgegeben, von dem Dresdner und dem Monschauer Verlag dort gemeinsam das Anzeigenblatt „WochenSpiegel Sachsen″.

Ein bisschen viel Wochenblätter (und Konkurrenz) für zwei Regionen? So haben es jedenfalls die beteiligten Verlagshäuser gesehen und bei einem Treffen auf dem Leipziger Flughafen im April 2013 Folgendes vereinbart: Die einen stellen den WochenSpiegel Sachsen (Region Chemnitz) ein, die anderen dafür den Sächsischen Boten (Region Dresden); das Ganze steuerlich neutral, da kein Geld geflossen ist. Überlebende gab es auch: in der Region Chemnitz ein Anzeigenblatt und in der Region Dresden sogar drei Anzeigenblätter. Alles richtig gemacht, oder?

Bundeskartellamt: Bußgeld von 12,44 Mio. Euro

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