Wenn es kracht noch einen Meter

von Ellen Sandfuchs

Schnell ist es pas­siert. Ins­be­son­dere auf Park­plät­zen beim Aus­par­ken kann es schnell ein­mal vor­kom­men, dass man ein vor­bei­fah­ren­des Fahr­zeug über­sieht oder beim Aus­park­vor­gang ein an­de­res Fahr­zeug tou­chiert. Auch wenn es sich hier­bei meist nur um ei­nen Auf­fahr­un­fall bei ge­rin­ge­ren Ge­schwin­dig­kei­ten han­delt, kann sich der Scha­den schnell auf meh­rere Tau­send Euro be­lau­fen. Umso är­ger­li­cher, wenn man an­ge­fah­ren wurde und dann die geg­ne­ri­sche Ver­si­che­rung nicht den ge­sam­ten Scha­den be­zah­len will.

Ins­be­son­dere bei Un­fall­si­tua­tio­nen auf ei­nem Park­platz kommt es häu­fig zu ei­ner ge­teil­ten Haf­tung, d.h., dass bei­den Un­fall­be­tei­lig­ten eine Teil­schuld am Un­fall ein­ge­räumt wird.

Dies er­folgt dar­aus, dass Park­plätze nicht wie nor­male Stra­ßen be­han­delt wer­den. Zwar ist häu­fig auf Park­plät­zen das Schild zu le­sen, dass dort die Stra­ßen­ver­kehrs­ord­nung (StVO) gilt. Dies be­zieht sich aber un­ein­ge­schränkt nur auf § 1 der StVO und nicht auf die wei­te­ren Vor­schrif­ten. Ge­mäß § 1 StVO wird eine stän­dige Vor­sicht und ge­gen­sei­tige Rück­sicht­nahme ver­langt. Das be­deu­tet in der Pra­xis, dass man bei­spiels­weise auf dem Park­platz nur in Schritt­ge­schwin­dig­keit mit höchs­tens 10 km/h und in stän­di­ger Brems­be­reit­schaft fah­ren darf. Über­höhte Ge­schwin­dig­keit führt re­gel­mä­ßig zu ei­ner Teil­schuld bei ei­nem Zu­sam­men­stoß, auch wenn der an­dere Ver­kehrs­teil­neh­mer – ohne aus­rei­chend zu schauen – rück­wärts aus ei­ner Park­bucht fährt ...

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