Schreckgespenst Berufsunfähigkeit

von Michael Schmidl

Die pri­vate Be­rufs­un­fä­hig­keits­ver­si­che­rung wird zu­sam­men mit der pri­va­ten Haft­pflicht­ver­si­che­rung als wich­ti­ger Bau­stein der pri­va­ten Vor­sorge be­trach­tet. Ver­si­che­rer wer­den von da­her nicht müde dar­auf hin­zu­wei­sen, dass je­der vierte Deut­sche vor Er­rei­chen des Ren­ten­al­ters be­rufs­un­fä­hig wird und sich nur 10% da­ge­gen ver­si­chert ha­ben. Aber noch lange nicht je­der Ver­si­cherte weiß, wann er ei­nen An­spruch auf die ver­ein­barte Be­rufs­un­fä­hig­keits­rente hat.

Meis­tens wird ver­mu­tet, dass der Ver­si­che­rer zah­len muss, wenn der Arzt über ei­nen län­ge­ren Zeit­raum eine Ar­beits­un­fä­hig­keits­be­schei­ni­gung aus­stellt. Das trifft je­doch ebenso we­nig zu wie die An­nahme, ein Schwer­be­hin­der­ten­aus­weis mit ei­nem Grad der Be­hin­de­rung von 50% (oder mehr) müsse je­den­falls ge­nü­gen. Viel­mehr ist die Be­rufs­un­fä­hig­keit aus­schließ­lich in den — klein ge­druck­ten — Ver­si­che­rungs­ver­trags­be­din­gun­gen definiert.

Hier exis­tie­ren je­doch nicht un­er­heb­li­che Un­ter­schiede, nach­dem Mitte der 90er Jahre auch der Ver­si­che­rungs­markt de­re­gu­liert wurde. Der ele­men­tarste Un­ter­schied be­steht be­treffs ei­ner mög­li­chen Verweisbarkeit.

So ent­hal­ten noch viele Ver­si­che­rungs­ver­träge eine so ge­nannte “abs­trakte Ver­wei­sungs­klau­sel”: Da­nach liegt Be­rufs­un­fä­hig­keit nicht vor, wenn der Ver­si­cherte in sei­nem zu­letzt aus­ge­üb­ten Be­ruf — in der Re­gel zu mehr als 50% — nicht mehr ein­ge­setzt wer­den kann ...

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