BGH stärkt weiter Rechte der Reisenden

von Ellen Sandfuchs

Eine Reise soll der Er­ho­lung die­nen. Dies ist aber häu­fig nicht mehr der Fall, wenn der Rei­sende plötz­lich am Flug­ha­fen fest­stel­len muss, dass sein Flug Ver­spä­tung hat oder ver­scho­ben wurde. Hier­aus er­ge­ben sich nicht nur lange War­te­zei­ten, auch ver­kürzt sich da­durch der Ur­laub an sich oder An­schluss­flüge wer­den verpasst.

Mehr als är­ger­lich ist es ebenso, wenn ein ge­plan­ter Rück­flug plötz­lich um meh­rere Stun­den von der Flug­ge­sell­schaft vor­ver­legt wird.

Durch die EG-Verordnung 261/2004 ist mitt­ler­weile seit meh­re­ren Jah­ren ge­re­gelt, dass bei An­nul­lie­rung von Flü­gen durch eu­ro­päi­sche Flug­ge­sell­schaf­ten eine Aus­gleichs­zah­lung an den Flug­gast für die An­nul­lie­rung von den Flug­un­ter­neh­men zu leis­ten ist.

Die Flug­ge­sell­schaft haf­tet nur dann nicht, wenn der Aus­fall des Flu­ges auf au­ßer­ge­wöhn­li­che Um­stände zu­rück­zu­füh­ren ist. Au­ßer­ge­wöhn­li­che Um­stände sind z.B. plötz­lich auf­tre­tende Un­wet­ter, Per­so­nal­streik, Tur­bi­nen­scha­den durch Vo­gel­schlag. Nicht als au­ßer­ge­wöhn­li­cher Um­stand an­ge­se­hen wer­den von der Recht­spre­chung tech­ni­sche Pro­bleme, Er­kran­kung des Pi­lo­ten, Feh­len von Ent­ei­sungs­mit­teln, usw.

Die Höhe der Aus­gleichs­zah­lung va­ri­iert hin­sicht­lich der Länge der Flug­stre­cke von 250,00 € bis 600,00 € pro Person ...

Zum vollständigen Artikel

Cookies helfen bei der Bereitstellung unserer Dienste. Durch die Nutzung erklären Sie sich mit der Cookie-Setzung einverstanden. Mehr OK