Urheberrecht: VG Wort regelt die Tarifabrechnung für Universitäten neu; Skripten vor dem aus?

Eine gründliche Nachbearbeitung des Lehrstoffes gilt für Studenten als Basis für eine erfolgreiches Studium. Aktuell werden Studenten dabei von ihren Professoren in Form von digitalen Skripten unterstützt. Diese Form der Unterstützung weiterhin zu gewährleisten könnte sich jedoch in Zukunft, aufgrund der Neuregelung der Verwertungsgesellschaft Wort, als sehr schwierig gestalten.

1. Aktuelle Regelung

Bislang können Universitäten und Hochschulen, urheberrechtlich geschützte, Zitate oder Quellen, die in digital bereitgestellten Skripten verwendet werden, mit geringem Aufwand pauschal bei der Verwertungsgesellschaft Wort (VG Wort) abrechnen. Es ist Professoren von Universitäten und Hochschulen damit ohne großen Aufwand möglich, Skripten für Studierende zur Verfügung zu stellen.

2. Die Neuerungen

Die VG Wort will ein neues Erfassungssystem einführen. Sie ist ein Zusammenschluss von Autoren und Verlagen, der Tantiemen aus Zweitnutzungsrechten einnimmt und an die Urheber weitergibt. Durch die Einführung des neuen Erfassungssystems wird es erforderlich, jede Seite eines Skripts einzeln zu melden und zu bezahlen. Dies gilt selbst dann, wenn das Skript vom Dozenten passwortgeschützt wird.

Grund für diese Änderung wäre laut VG Wort zunächst die Möglichkeit sicherzustellen, dass auch in Zukunft Texte nach § 52a UrhG in den Universitäten genutzt werden können. Gleichzeitig müssten jedoch auch Urheber und Verlage in angemessener Weise vergütet werden können.

In der Praxis hätte die Neuregelung zur Folge, dass alle digital verfügbaren Skripte nach Quellen durchforstet und an die VG Wort gemeldet werden müssten. Zusätzlich müsste zu jeder Quelle recherchiert werden, ob diese den Studierenden auch anderweitig zugängig sein könnte ...

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