Die Boygroup des Gewerblichen Rechtsschutzes spielt Bushido

von Christian Franz, LL.M.

Ich musste mich hart zusammenreißen, um nicht zu kreischen und Schlüpfer zu werfen: die „Jahresarbeitstagung Gewerblicher Rechtsschutz 2015“ in Hamburg war herausragend besetzt und erheblich spannender als der Name erwarten ließe. Im nächsten Jahr sollte man als Titel etwas Explosivieres wählen. Für alle, die sich von dem Namen – oder dem geballten Programm von zehn Votragsstunden in 28 Stunden – abschrecken ließen, werde ich in loser Folge zusammenfassen, was mir besonders bemerkenswert erschien. Heute: wie’s insgesamt so war, Drei-Wetter-Taft in Vortragsform und wo der BGH seine Rechtsprechung im Markenrecht geändert hat.

Das Lineup hätte eine Bezeichnung wie „Monsters of Markenrecht“, „Clash of Copyright-Titans“ oder „Designrechts-Deamons running riot“ gerechtfertigt – aber beim Deutschen Anwalts-Institut (DAI) mag man offenbar keine Alliterationen und hat sich (sicherlich) allein aus diesem Grunde für die einzig mögliche Alternative, nämlich „Jahresarbeitstagung Gewerblicher Rechtsschutz 2015“, entschieden.

Der Vorsitzende des I. Senats des BGH, Prof. Dr. Büscher.

Die Senatsmitglieder Prof. Dr. Koch und Dr. Löffler.

Der ehemalige Vorsitzendes des I. Senats des BGH, der sehr diskursfreudige Prof. Dr. Ullmann, als Moderator.

Diese Referenten bildeten als Kulminationspunkt all unserer beruflichen Bemühungen und dem damit verbundenen Einfluss den Hauptact der Veranstaltung, wobei die Performances auf der Alternate Stage vielleicht mangels entsprechenden Amts ein bisschen weniger Gravitas, aber ebenfalls geballte Kompetenz versprachen: BGH-Anwalt Prof. Dr. Rohnke zum Beispiel ist allen Praktikern vom Griff zum Markenrechtskommentar „Ingerl/Rohnke“ ein Begriff.

Mit Dr. Tolkmitt war außerdem ein Vertreter des LG Hamburg im Lineup, der so auf dem Laufenden ist, dass er fast schon rennt – und beiläufig Lawrence Lessig zitiert ...

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