Wohnungspakt Bayern : Kommunales Förderprogramm für mehr bezahlbaren Wohnraum

von Liz Collet

Das bayerische Kabinett hat ein kommunales Förderprogramm als zweite Säule des Wohnungspakts beschlossen, das im Januar 2016 startet. Mit diesem speziellen Vierjahresprogramm wird der Neubau von jährlich mindestens 1.500 Wohnungen für einkommensschwache Wohnungssuchende in ganz Bayern gefördert. Bis 2019 rechne man mit mindestens 6.000 neuen preisgünstigen Wohnungen. Hierfür werden mit dem Förderprogramm von 2016 bis 2019 jährlich 150 Millionen Euro, also insgesamt 600 Millionen Euro investiert. Das neue Förderprogramm kommt ausdrücklich allen bedürftigen Bevölkerungsgruppen zugute. Auch, aber nicht nur anerkannten Flüchtlingen.

Das setzt natürlich voraus, dass Gemeinden auch Wohnraum schaffen wollen. In manchen Gemeinden scheinen bei einigen Bürgern wie Gemeinderatsmitgliedern da Zweifel zu bestehen, ob überhaupt Wohnraumschaffung nicht womöglich den Zuzug von Bürgern, beispielsweise aus der Landeshauptstadt in die Region verlockender erscheinen lasse, als es wünschens- und begrüssenswert sei.

Unter Schlagworten wie “moderates Bevölkerungswachstum” werden Bedenken geäussert, dass Bevölkerungswachstum durch Wohnraumschaffung Anreize schaffe, die zugleich einen Rattenschwanz an weiteren Folgen nach sich ziehe, wie Bedarf an Kindergärten, Schulen und den Verkehr. Freilich verkennt eine solche Argumentation, dass es nicht die überalternde Bevölkerung ist, die zum aktiv zu erwirtschaftendem Einkommen einer Gemeinde beiträgt. Dass es vielmehr Interesse von Gemeinden sein sollte, mit jungen Familien oder Menschen auch langfristig Kommunen und Gemeinden nicht überaltern zu lassen, sondern zu beleben, die ohnehin mit kränkelndem Einzelhandel wie bezahlbarem Wohnraum zu kämpfen haben und einen Verlust an Attraktivität als lebendige Kommunen auch nicht mit vorhandenem touristischem Angebot weder mit Tages- oder Ausflugs- wie auch Saisongästen auffangen können ...

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