MPC Holland 72 schwer angeschlagen – Anleger müssen mit hohen Verlusten rechnen

von B. Dimsic, LL.M.

Der 2011 aufgelegte Immobilienfond „Holland 72“ befindet sich in einer Krise. Unlängst wurde den Anlegern vom Emittenten MPC Capital schriftlich mitgeteilt, dass der Fond „Holland 72“ mit sofortiger Wirkung keinerlei Ausschüttungen mehr vornehmen könne.

Grund für diese Hiobsbotschaft ist eine von der finanzierenden Bank initiierte Neubewertung des Immobilienobjekts. Das neuerlich angefertigte Gutachten hatten zum Ergebnis, dass der Wert der Fondimmobilie im Verhältnis zum Kaufpreis deutlich gesunken sei. Dies führte dazu, dass die sogenannte „Loan-to-Value-Klausel“ (LTV-Klausel) verletzt wurde.

Die Vertragsvereinbarung sieht vor, dass der ausstehende Darlehensbetrag im Verhältnis zum Verkehrswert nicht höher als 65 % sein darf. Für die Anleger bedeutet das nun, die Einstellung sämtlicher Ausschüttungszahlungen.

Ferner ist es der Bank gestattet Sondertilgungen zu verlangen, um so das ausstehende Darlehen weiter zu bedienen.
Aktuell bemüht sich MPC Capital zwar mit dem Gutachter des Kreditinstituts in Kontakt zu treten und dessen Wertungen zu plausibilisieren, ob und inwiefern sich das für die Anleger lohnt bleibt indes ungewiss.

Der geschlossene Immobilienfonds MPC Holland 72 wurde im Jahr 2011 an den Start gebracht. Mit einem Volumen von 13.858.554 EUR. Mehr als die Hälfte, nämlich 7.415.626 EUR in Form eines Darlehens bei oben genannter Bank. Investiert werden, sollte das Geld in einen Bürokomplex in der Nähe des niederländischen Großflughafens „Schiphol“.
Zunächst verlief die wirtschaftliche Entwicklung des MPC Capital Holland 72 planmäßig und man konnte die prognostizierten 6% Rendite an die Fondsanleger auszahlen. Im Jahr 2014 erfolgte noch einmal eine Ausschüttung in Höhe von 1,5%.

Betroffene MPC-Holland 72 Anleger sollten dem finanziellen Verfall ihrer Anlage nicht tatenlos zusehen. Eine Prüfung der Vertragsunterlagen könnte ergeben, dass ein Anspruch auf Schadensersatz besteht ...

Zum vollständigen Artikel


Cookies helfen bei der Bereitstellung unserer Dienste. Durch die Nutzung erklären Sie sich mit der Cookie-Setzung einverstanden. Mehr OK