Häusliche Gewalt gefährdet Ihre Gesundheit

von Joachim Breu
Im Jahr 2013 ging in Hamburg das Projekt "GEWINN Gesundheit" an den Start. Hinter diesem ursprünglich vom Gesundheitsministerium Nordrhein-Westfalen und der Fakultät für Gesundheitswissenschaften der Uni Bielefeld entwickelten Konzept steckt die Idee, häusliche Gewalt gegen Frauen dort zu erkennen und zu bekämpfen, wo sie das private Umfeld verlässt: Beim Hausarzt oder im Krankenhaus. Das für ein Flächenland entwickelte Interventionskonzept auf die Besonderheiten des Stadtstaates Hamburg zu übertragen hat eine Arbeitsgruppe der Opferhilfe Hamburg e.V. übernommen, die weitere Kooperationspartner sucht. Um die Vernetzung mit Behandlern, Beratern und Therapeuten zu fördern, gab sie sich Anfang November einen Beirat. Darunter ein Rechtsanwalt: Ich. Aus dem auf Ärzte zugeschnittenen Anschreiben:
GEWINN GESUNDHEIT© Standort Hamburg wird von der Opferhilfe Beratungsstelle Hamburg umgesetzt und bietet kostenlose und bei der Ärztekammer akkreditierte Fortbildungen für den professionellen Umgang mit gewaltbetroffenen Patientinnen und stellt lnformationsmaterialien und Flyer für den Gebrauch in der Praxis zur Verfügung.
Zwar ist dieses Projekt nicht in das Portalangebot für Ärztinnen / Ärzte integriert, das die Ärztekammer bereitstellt, jedoch findet man unter dem Stichwort häusliche Gewalt immerhin einen Querverweis auf einen Leitfaden zum Thema (aus 2006 / aktualisiert 2010) und einem Dokumentationsbogen, dem ich in der Hamburger Praxis allerdings noch nie begegnet bin. Was hier in Hamburg daran liegen dürfte, dass das Institut für Rechtsmedizin der Uni-Klinik Hamburg gut aufgestellt und weit bekannt ist. Und was zu einem anderen Teil damit zusammenhängen dürfte, dass das sorgfältige Ausfüllen eines zehnseitigen Formulars in keiner Fallpauschale (Krankenhäuser) abgebildet ist und auch in den Abrechnungsziffern ambulanter Versorgung nicht erwähnt wird ...Zum vollständigen Artikel


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