Na oder Ja? – Radfahrerin vor Gericht weil sie bayerischen Polizisten nicht verstanden hat

von Stephan Weinberger

Vor dem Amtsgericht München wehrte sich Doro H. gegen einen Bußgeldbescheid, weil sie bei Rot mit dem Rad über eine Ampel gefahren ist. Angeblich gab es ein (bayerisches) Verständnisproblem zwischen einer Polizeistreife und der Radfahrerin.

Doro H. stammt aus der als “Fahrradstadt” bekannten Stadt Münster. Auch in München ist sie gerne mit dem Rad unterwegs. Dies hat sich nun geändert, wobei ein Polizeieinsatz für die 50-Jährige den Stein ins Rollen brachte. Vorgeworfen wird ihr ein Rotlichtverstoß, die Beamten fertigen eine Ordnungswidrigkeitenanzeige. Doro H. wehrt sich gegen das Bußgeld, der Fall landet vorm Richter.

Was war passiert?

Anfang Juni dieses Jahres war Doro H. mit ihrem Rad stadtauswärts unterwegs. Auf Höhe Thierschstraße soll sie schließlich bei Rot über eine Ampel geradelt sein. Und das vor den Augen einer an der Ampel stehenden Streifenwagenbesatzung. Die Beamten wollten ein Verwarngeld in Höhe von 44 Euro erheben, doch Doro H. lehnte ab. Gründe: Zum einen die für Radler “undurchsichtige Verkehrssituation” in der Maximilianstraße, zum anderen war sie fest davon überzeugt, dass sie nichts falsch gemacht hatte, da sie bei Grün losgefahren sei. Sie hätte sich auf die Aussage der Polizisten verlassen, die sie zuvor extra gefragt hatte. Die Folge: Die Beamten fertigen eine formelle Ordnungswidrigkeitenanzeige, die der Bußgeldstelle vorgelegt wird. Dort stellt man fest, dass für Doro H. bereits ein Eintrag im Verkehrszentralregister besteht. Aus den 44 Euro Verwarngeld wurden nun 244 Euro Bußgeld ...

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