Verluste und Verlustvortrag

Soweit Verluste aus einem Gewerbebetrieb oder aus einer selbständigen Tätigkeit in einem Veranlagungszeitraum nicht mit anderen positiven Einkünften verrechnet werden können (Verlustausgleich), sind diese nach § 10d EStG grundsätzlich zunächst mit positiven Einkünften im unmittelbar vorangegangenen Veranlagungszeitraum zu verrechnen (Verlustrücktrag). Soweit die entstandenen Verluste weder im entsprechenden noch im unmittelbar vorangegangenen Veranlagungszeitraum verrechnet werden können, erfolgt ein Verlustvortrag mit der Konsequenz, dass sie die zu versteuernden Einkünfte in den folgenden Jahren mindern.

Verlust

Ein Verlust i.S.d. Einkommensteuerrechts ist das negative Ergebnis im Rahmen einer Einkunftsart, insbesondere

der negative Gewinn bei Gewinneinkünften gem. §§ 13 bis 18 EStG oder der Überschuß der Werbungskosten über die Einnahmen bei Überschußeinkünften gem. §§ 19 bis 23 EStG.

Verluste werden steuerrechtlich grundsätzlich anerkannt, soweit eine Gewinnerzielungsabsicht zu bejahen ist.

Der Verlustabzug ist personenbezogen und steht nur demjenigen zu, der den Verlust erlitten hat. Besondere Regelungen gelten für Ehegatten, Lebenspartner, Erben und Kapitalgesellschaften.

Verlustausgleich

In Deutschland ist der Ausgleich positiver Einkünfte (= Gewinn bzw. Einnahmenüberschuß bei Einnahmen-Überschußrechnung) mit negativen Einkünften (= Verluste) im gleichen Veranlagungszeitraum vorrangig, soweit dies nicht gesetzlich ausgeschlossen oder beschränkt wird. Seit 2004 ist der Verlustausgleich grundsätzlich auch einkünfteübergreifend wieder unbegrenzt möglich.

In besonderen Situationen und Einzelfällen bestehen jedoch einige Sonderregelungen zur Verlustabzugsbeschränkung, die vorrangig zu beachten sind. So ist der Verlustausgleich z.B. bei Verlusten

eingeschränkt ...

Zum vollständigen Artikel


Cookies helfen bei der Bereitstellung unserer Dienste. Durch die Nutzung erklären Sie sich mit der Cookie-Setzung einverstanden. Mehr OK