Schon aufgeklärt? Bei Risiken und Nebenwirkungen…

von Isabella Beer

Die me­di­zi­ni­sche Auf­klä­rung vor ärzt­li­chen Heil­ein­grif­fen ist ein weit­läu­fi­ges Thema. Des­halb wid­mete ihr der Ge­setz­ge­ber ei­nen ei­ge­nen Pa­ra­gra­phen im Rah­men des Pa­ti­en­ten­rechts­ge­set­zes. Durch die Ein­füh­rung der Re­ge­lun­gen zum Be­hand­lungs­ver­trag §§ 630a bis 630h BGB, wel­che seit 26.02.2013 in Kraft sind, wurde auch § 630e BGB Gesetz.

§ 630e BGB ist mit „Auf­klä­rungs­pflich­ten“ über­schrie­ben und macht deut­lich, dass die Auf­klä­rung des Pa­ti­en­ten we­sent­li­cher Teil sei­ner Be­hand­lung ist. Ne­ben dem me­di­zi­ni­schen Ein­griff als sol­chen, bie­tet das Auf­klä­rungs­ge­spräch das größte Feh­ler­po­ten­zial. So man­ches Mal kann das Auf­klä­rungs­ge­spräch län­ger dau­ern, als der Ein­griff selbst.

Doch über was muss der Arzt ge­nau auf­klä­ren? § 630e BGB ver­pflich­tet den Be­han­deln­den, den Pa­ti­en­ten über „sämt­li­che für die Ein­wil­li­gung we­sent­li­chen Um­stände auf­zu­klä­ren“. Dazu ge­hö­ren laut Ge­setz ins­be­son­dere Art, Um­fang, Durch­füh­rung, zu er­war­tende Fol­gen und Ri­si­ken der Maß­nahme so­wie ihre Not­wen­dig­keit, Dring­lich­keit, Eig­nung und Er­folgs­aus­sich­ten im Hin­blick auf die Dia­gnose oder die Therapie.

Sinn und Zweck der Auf­klä­rung ist es, dem Pa­ti­en­ten alle In­for­ma­tio­nen an die Hand zu ge­ben, so dass er sich aus freien Stück für oder ge­gen eine Be­hand­lung ent­schei­den kann. Der Pa­ti­ent soll sich eine Vor­stel­lung da­von ma­chen kön­nen, was ihn er­war­tet und wor­auf er sich ein­lässt. Diese Ent­schei­dungs­frei­heit ist Aus­druck des Selbst­be­stim­mungs­rechts und würde bei ei­ner feh­ler­haf­ten oder gar un­ter­blie­be­nen Auf­klä­rung aus­ge­he­belt werden ...

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