“Während Du schliefst….” {Zickezacke, Diridari. Ruckizucki, kein Beamter}

von Liz Collet

Es wurde ja schon manchem einiges geraubt, während er schlief. Oder sie, zumeist. Unschuld. Redensartlich. Nicht jede war noch jungfäulich, das macht es nicht weniger widerwärtig und rechtswidrig und strafbar.

Mancher wurde dazu erst in Schlummer versetzt.

Bei anderen bereits nicht vorhandenes Bewusstsein ausgenutzt. In Pflegeheimen, Kliniken, als angebliche medizinisch notwendige Behandlung. Als angeblich wissenschaftlich und medizinisch sinnvoll. Eine befremdliche Wissen(schafts)suche/t.

Andere werden als Foto-Objekte missbraucht von selfiesüchtigen Pflegern.

Da mutet der banale und nicht mit dem Beischlafdiebstahl zu verwechselnde, beim Schlaf erfolgende Diebstahl von Patienteneigentum beinahe schon harmlos an.

Banalisieren oder verharmlosen sollte man ihn nicht. Ein frisch gesprochenes Urteil des Bundesverwaltungsgericht knipst dazu die deutlich rote Signalleuchte an. Danach kann auch ein Diebstahl von 50 € zum Nachteil eines bewusstlosen Patienten bei einem beamteten Rettungssanitäter zur Entfernung aus dem Beamtenverhältnis führen.

Hat ein Beamter innerdienstlich eine Straftat unter Ausnutzung seiner Dienststellung begangen, hier einen besonders schweren Fall des Diebstahls, ist der Orientierungsrahmen für die Bemessung der Disziplinarmaßnahme bis zur Höchstmaßnahme eröffnet, kann also zur Entfernung aus dem Dienst führen. Auf die Einstufung des Diebstahls als Zugriffsdelikt zu Lasten des Dienstherrn oder einem diesem gleichgestellten Delikt kommt es nicht an ...

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