Patientenbewertung - Tatsachenbehauptung oder Meinungsäußerung

Amtsgericht München, Beschluss vom 11.08.2015 - 161 C 7001/15 Patientenbewertung - Tatsachenbehauptung oder Meinungsäußerung Ein Arzt entdeckte auf einem Bewertungsportal eine Patientenbewertung über ihn. In dieser wurde behauptet, dass der Patient nach der Behandlung aus der Praxis herausgerannt sei. Der Arzt ist der Meinung, dass es sich um eine unzutreffende Tatsachenbehauptung handelt, da die Patientin die Praxis ganz normal verlassen habe. Der Sachverhalt

Die auf einem Internetportal entdeckte Bewertung lautete inhaltlich wie folgt: "Der eigentlich freundliche Arzt hat mir nur leider mehrere Gründe gegeben, nach der Behandlung ohne einen neuen Termin herauszurennen." Im Anschluss wurden fünf Gründe aufgeführt. Der betroffene Arzt wies gegenüber dem Bewertungsportal die Vorwürfe mit ausführlicher Begründung zurück.

Daraufhin wurde die Bewertung abgeändert, indem die ursprünglich aufgeführten fünf Gründe entfernt wurden, dafür jedoch angefügt wurde: alles in allem der absolut falsche Arzt - schade.

Der Arzt erhob nun Klage vor dem Amtsgericht München auf Abänderung des Eintrags dahin, dass nicht weiter behauptet wird, es sei ein Herausrennen aus der Praxis erfolgt. Er ist der Meinung, dass es sich um eine unzutreffende Tatsachenbehauptung handelt, da die Patientin die Praxis ganz normal verlassen habe und nicht herausgerannt sei. Die Bewertung sei unsachlich und komme einer Schmähkritik gleich.

Die Entscheidung des Amtsgerichts München (Az ...Zum vollständigen Artikel


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