Kuriose Argumente beim Vergleich mit dem Finanzamt

Unser Mandant kam mit Schulden beim Finanzamt zu uns. Um diesem seine Entschuldung zu ermöglichen, unterbreiteten wir dem Finanzamt ein außergerichtliches Schulden­bereinigungs­angebot. Dieses wurde jedoch abgelehnt. Daraufhin nahmen wir erneut Kontakt mit dem Finanzamt auf. Was uns bei diesem Gespräch für den Vergleich mit dem Finanzamt plötzlich an Argumenten an den Kopf geworfen wurde, wollen wir nicht für uns behalten.


Der Fall zum Vergleich mit dem Finanzamt

Bei unserem Anruf wegen der Ablehnung des Vergleichs durch das Finanzamt wurde schnell klar, dass diese Verhandlung in eine kuriose Richtung gehen würde. Denn als erstes Argument gegen unsere außergerichtliche Einigung wurde uns mitgeteilt, dass freiwillige Zahlungen deshalb moralisch nicht vertretbar wären, weil bei unserem Mandanten ja gar nichts pfändbar sei. Also erläuterten wir am besten das Verfahren des außergerichtlichen Vergleichs. Ganz ausführlich.

Das reichte jedoch nicht aus. Es sei unverständlich, warum unser Mandant freiwillige Zahlungen leisten wolle. Das Geld stamme doch sicherlich aus Schwarzarbeit. Denn wieso wolle der Mandant nicht einfach die Insolvenz anmelden? Dafür sei diese immerhin da. Da stellt sich uns die Frage, wieso dann Voraussetzung von jeder Privatinsolvenz ein zuvor gescheiterter außer­gerichtlicher Einigungs­versuch ist?! Aber das Finanzamt hatte noch einen Einwand: Ginge es vielleicht um eine Aufenthalts­bestimmung?

An dieser Stelle sei erwähnt, dass unser Mandant „unver­schämterweise die Frechheit besitzt“, einen ausländischen Namen zu haben ...

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