Na, was sagt sie denn?

von Liz Collet

Beate Zschäpe spielt wieder mit den Medien.

Will wieder mal was sagen, angeblich viel, ja angeblich alles.

Aber eigentlich eh nur was verlesen (lassen). Und diktiert dazu sogar dem Gericht die Bedingungen. Nachfragen des Gerichts seien ausschließlich schriftlich zu stellen.

Aber alle guggen, Medien hängen gebannt, als seien 10 neue biblische Gebote zu verkünden und zu erwarten, am Fusse der Stufen des Gerichts und an den Lippen einer Angeklagten. Am Fusse der Treppen der Justiz, auf denen manche schier dem Hungertod geweiht schienen und andere sich wie Obdachlose bei der Arbeit fühlen sollen, weil sie am Boden sässen.

Und wer ein Schelm ist, denkt daran, dass dort nur sitzt, wer sich selbst abhängig macht, von Brosamen medialen Futters einer medialen Inszenierung als Verteidigungstaktik.Wer sich über clochard-mässige Bedingungen beklagt und den Hungertod und Zustände wie bei Wasser und Brot als Pressebedingungen moniert, ohne sich zu fragen, warum er sich zum Spielball von Angeklagten machen lässt, die selbst nach etwaiger Verurteilung kein Dasein bei Wasser und Brot fristen würden und werden, stellt vor allem sich selbst vielleicht nicht die richtigen Fragen. Während er nach dem kleinsten Brosamen von Antworten hechelnd auf Erklärungen anderer wartet, die vielleicht, vielleicht nicht, eher nicht zu erwarten und selbst dann von wenig Nahrungsgehalt, wenig Nachrichten- und Neuheitswert sein werden ...

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  • NSU-Prozess: Was sagt Beate Zschäpe? | BR.de

    br.de - 86 Leser - Nach 248 Verhandlungstagen soll es also heute so weit sein: Die Hauptangeklagte Beate Zschäpe will eine Erklärung verlesen lassen. Das zumindest kündigte ihr Verteidiger Mathias Grasel an. Alle Infos hier im Liveblog.

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