Know-how-Schutz: Stehen Ihre Geschäftsgeheimnisse auf dem Spiel?

von David Ziegelmayer

8. Dezember 2015

Datenschutzrecht Gewerblicher Rechtsschutz

Know-how-Schutz: EU-Richtlinie zwingt Compliance- und Rechtsabteilungen zum Handeln. Wir zeigen Unternehmen mit unserem Online-Tool was zu tun ist.

Viele Unternehmen begehen einen Fehler, wenn sie beim Thema Know-how-Schutz reflexartig „abwinken“ und entweder auf ihr Management von IP-Rechten oder die Einhaltung von Datenschutzregelungen zu verweisen. Das wird in Zukunft schwere Folgen haben, wenn es zum Abfluss von Know-how kommt.

Denn die Verabschiedung einer EU-Richtlinie zum Geheimnisschutz rückt ganz still und leise in greifbare Nähe. Unser Online Tool unter know-how-protect.de hilft, den Know-How-Schutz in Unternehmen zu prüfen und deckt Handlungsbedarf auf.

Geheimnisse nicht mehr automatisch geschützt

Denn beim „Know-how-Schutz“ geht es um weit mehr als schutzfähige Erfindungen oder andere Innovationen: Betroffen sind vielmehr die „Kronjuwelen“ der Firma: kaufmännisches Wissen wie Kalkulationsgrundlagen, Kundenlisten, Konstruktionszeichnungen, Rezepturen oder Protokolle der Geschäftsführung, um nur einige zu nennen – mit anderen all Worten das, was auf dem Markt nichts zu suchen hat.

Bislang ist der Know-how-Schutz in Deutschland im Wettbewerbsrecht und Strafrecht geregelt. Wechselt ein Mitarbeiter das Unternehmen und nimmt z.B. im Vertrieb Kundendaten mit, kann so in vielen Fällen unter anderem eine einstweilige Verfügung erwirkt werden.

Die neue Richtlinie „zum Schutz vertraulichen Know-how und vertraulichen Geschäftsinformationen“ (COM 2013, 0183), deren Entwurf im März zur ersten Lesung im EU-Parlament ansteht und bald darauf verabschiedet werden könnte, wird die Rechtslage in Deutschland verschärfen ...

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