Widerspruchskammer der Europäischen Chemikalienagentur (ECHA) konkretisiert Pflichten im Rahmen der REACH-Stoffbewertung

Mit Entscheidung vom 27.10.2015 (Az. A-006-2014) hat die Widerspruchskammer der Europäischen Chemikalienagentur (ECHA) die Unternehmenspflichten im Rahmen der REACH-Stoffbewertung weiter konkretisiert.

Mit Widerspruch vom Mai 2014 wandte sich das antragstellende Unternehmen gegen die Aufforderung der ECHA, sein Registrierungsdossier für Hexyl Salicylate (CAS 6259-76-3) zu aktualisieren, einem Stoff, der z. B. bei der Herstellung von Duftstoffen verwendet wird. Das antragstellende Unternehmen war Mitglied einer gemeinsamen Registrierung für diesen Stoff.

Bei der Befassung des Member State Committee (MSC) mit Hexyl Salicylate hatten sich Hinweise auf CMR-Eigenschaften des Stoffes sowie Bedenken wegen dessen weiträumiger Exposition ergeben. Der Stoff wurde daher gemäß Art. 44 Absatz 2 REACH in den Community Rolling Action Plan (CoRAP) aufgenommen. In der Folge wurde das antragstellende Unternehmen nach Art. 46 REACH aufgefordert, sein Registrierungsdossier zu aktualisieren und weitere Informationen vorzulegen: eine in vitro-Hautstudie nach Testmethode EU B.45 und einen 28-Tage-Test nach Testmethode EU B.8 der EG-Richtlinie Nr. 440/2008, einen aktualisierten Stoffsicherheitsbericht mit einer neuen Arbeitsplatz- und Verbraucherexpositionsbewertung und neuen Sicherheitsmaßnahmen sowie eine stoffspezifische Begründung für die Abweichung von den empfohlenen Bewertungsfaktoren zur Festlegung von Derived No-Effect Levels (DNEL).

Gegen die geforderte Aktualisierung des Registrierungsdossiers und die Nachforderung der genannten Studien wandte sich das antragstellende Unternehmen mit seinem Widerspruch ...

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