Die Polizei beim Fußballfan – eine Segelanweisung

von Daniel Nowack

Heute stieß ich auf den Beitrag „Du hast Polizei – ich kann schweigen“ des Kollegen Thomas Wings aus Gladbeck. Dieser Segelanweisung für von der Polizei verfolgte Fußballfans (und andere „Schwerverbrecher“) kann man nichts hinzufügen, so dass ich diese hier gerne wiedergebe:

„Gerade vergeht wieder kein Tag, an dem man nicht einen hilfesuchenden Anruf von Menschen bekommt, die ungebetene Hausbesuche von der Polizei bekommen. Gerade in und um die Fanszene des FC Schalke 04 gehen Polizisten in den Wohnungen einiger Fans zur Zeit ein und aus. Aktueller Hintergrund ist das Spiel gegen Bayern München am 21.11.2015. Man erinnere sich: Eine Gruppe von rund 200 Personen, die dem Spektrum der Münchener sowie Bochumer Beteiligter zugehörig ist, griffen vor dem Spiel im Bereich der Schalker Nordkurve die dort auf Einlass wartenden Zuschauer gewalttätig an und sorgten so für zahlreiche Verletzungen und vor allem ängstliche Momente der nichts ahnenden Zuschauer. Bevor die Polizei eingetroffen war, kamen den Angegriffenen andere Fans aus dem Schalker Bereich zu Hilfe und sorgten dafür, dass die Angreifer das Weite suchten. Mutmaßlich wurde so schlimmeres verhindert.

Das hindert die Gelsenkirchener Polizei allerdings nicht, nun diejenigen zu verfolgen, die für Hilfe gesorgt haben, denn leider hat das Verwechseln von Tätern und Opfern hier eine gewisse Tradition (den Eingeweihten ist das Spiel gegen PAOK Saloniki noch in traumatischer Erinnerung). Seitdem kommt es zu den angesprochenen Hausbesuchen, in denen die Beamten ihr Repertoire an Psychotricks ausspielen, um ohne viel Aufwand an das gewünschte Ergebnis -Fingerabdrücke, Fotos, Mobiltelefone, Aussagen- zu gelangen ...

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