Betriebsveranstaltungen, und wie man sie versteuert

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Wenn der Arbeitgeber Betriebsveranstaltungen durchführt, dann gehören diese Zuwendungen als Leistungen im ganz überwiegenden betrieblichen Interesse des Arbeitgebers nicht zum Arbeitslohn – vorausgesetzt, sowohl die Veranstaltung als auch die Zuwendung halten sich im Rahmen des Üblichen (R 19.5 LStR 2015). Als üblich gelten dabei insbesondere Aufwendungen für den äußeren Rahmen (z.B. für Räume, Musik, Kegelbahn, für künstlerische und artistische Darbietungen), wenn die Darbietungen nicht der wesentliche Zweck der Betriebsveranstaltung sind (R 19.5 Abs. 4 Satz 1 Nr. 5 LStR 2015).

Dies ist seit langem die Auffassung der Finanzverwaltung – doch seit diesem Jahr ist dies auch geltendes Gesetz. Der Gesetzgeber hat zum 1.1.2015 einen neuen Tatbestand im Einkommensteuergesetz (EStG) geschaffen (§ 19 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1a EStG i.d.F. des Zollkodex-Anpassungsgesetzes). Dabei wurde die Bemessungsgrundlage deutlich verbreitert, der seit 1993 unveränderte Wert von 110 Euro (damals 200 DM) aber nicht erhöht. Allerdings machte er auch aus der bisherigen Freigrenze einen Freibetrag.

Seit dem 1.1.2015 gilt Folgendes:

Eine Betriebsveranstaltung liegt vor, wenn es sich um eine Veranstaltung auf betrieblicher Ebene mit gesellschaftlichem Charakter handelt. Die Veranstaltung muss allen Angehörigen des Betriebs, eines Teilbetriebs oder einer in sich geschlossenen betrieblichen Organisationseinheit (z.B. einer Abteilung) offen stehen ...Zum vollständigen Artikel


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