Amtshaftung des Landes für Urheberrechtsverletzung eines Lehrers?

von Christopher A. Wolf

Wenn ein Lehrer einer staatlichen Schule Werbung für die Angebote der Bildungseinrichtung im Internet macht und dabei durch die nicht genehmigte Nutzung eines Lichtbildes eine Verletzung des Urheberrechts eines Fotografen begeht, stellt sich die Frage, ob das den Lehrer beschäftigende Land für die Urheberrechtsverletzung haftet. Dies hatte jüngst das OLG Celle zu entscheiden.

Humannet / Shutterstock.com

Ein Gymnasium hatte auf seiner Webseite mit einem Foto eines Fotografen für das Fremdsprachenprogramm der Schule geworben. Der für das Programm zuständige Lehrer hatte den Inhalt der Werbung konzipiert, das Bild ausgesucht und auf der Internetseite der Schule der Öffentlichkeit zur Verfügung gestellt. Die Gestaltung der schulischen Homepage wurde an den Lehrer vom Schulleiter delegiert.

Der Rechteinhaber mahnte das Land ab und verlangte Unterlassung, Auskunft und Schadensersatz. Nachdem das das Land den Forderungen des Fotografen nicht nachkam und eine Amtshaftung des Landes ablehnte, klagte der Rechteinhaber gegen die unerlaubte Nutzung und machte Schadensersatzansprüche gegen das beklagte Land geltend ...

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