Deutsche Bauindustrie zur Novellierung der Ingenieurgesetze in den Ländern


„Die Deutsche Bauindustrie sieht keine Notwendigkeit, die Voraussetzungen zum Führen der Berufsbezeichnung „Ingenieur“ stärker zu reglementieren.

Die aktuell von einigen Bundesländern geplante Novelle der Ingenieurgesetze lehnen wir strikt ab. Dies führt nur zu unterschiedlichen Regelungen in einzelnen Bundesländern und behindert die Mobilität auf dem Arbeitsmarkt,“ erklärte Dipl.-Ing. Klaus Pöllath, Vizepräsident Technik des Hauptverbands der Deutschen Bauindustrie, in Berlin zu den Plänen von Baden-Württemberg, Brandenburg, Hessen und Sachsen, länderspezifische Prüfungen und Vorgaben für die Inhalte von Studiengängen durch die Ingenieurkammern einzuführen. „Im Ergebnis müsste sich jeder Ingenieur in jedem Bundesland zunächst erkundigen, ob er weiterhin berechtigt ist, seine Berufsbezeichnung zu führen beziehungsweise entsprechende Nachweise für eine bundesweite Tätigkeit benötigt. Dies ist nicht tragbar“, kritisierte Pöllath weiter.

Die geplanten Änderungen stellten einen Eingriff in die Freiheit der Hochschulen dar, die Anforderungen in ihren Studiengängen selbst zu formulieren. Stattdessen würden ihnen durch die Kammern qualitative und quantitative Kriterien auferlegt. „Die Qualitätssicherung von Studiengängen ist grundsätzlich nicht die Aufgabe der Ingenieurkammern oder des Gesetzgebers, sondern der zuständigen Akkreditierungsagenturen. Durch den Umweg der Genehmigung einer Berufsbezeichnung beziehungsweise durch Eintragung in eine Liste einer Ingenieurkammer wird jedoch unnötig eine neue zusätzliche Instanz geschaffen“, warnte Pöllath ...

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