Unfallflucht geht nur vorsätzlich

Unfallflucht ist oft ein menschliches Versagen. Aber ist es auch immer strafbar? Gemäß §§ 142,15 StGB kann wegen unerlaubten Entfernens vom Unfallort nur bestraft werden, wer vorsätzlich gehandelt hat. Der Täter muss hierfür erkannt oder wenigstens mit der Möglichkeit gerechnet haben, dass er einen nicht völlig bedeutungslosen Schaden verursacht hat. Ein Großteil der Strafverfahren im Zusammenhang mit dem unerlaubten Entfernen vom Unfallort beinhaltet kleinere Kollisionen, die mit der Frage entschieden werden, ob der Fahrer die Kollision wahrgenommen hat. Eine neue Entscheidung des Kammergerichts Berlin (Beschluss vom 08.07.2015, Az.: 121 Ss 69/15) stellt hierzu noch einmal klar, dass das Gericht nicht einfach vom äußeren Tatgeschehen auf die innere Motivation des Angeklagten schließen darf. Wie kann man einen Anstoß überhaupt wahrnehmen? Es gibt drei Arten der Wahrnehmbarkeit: die akustische, die optische und die taktile (durch Wahrnehmung des Anstoßes, des Rucks im Gleichgewichtssinn). Also das Hören, das Sehen oder das Spüren ...Zum vollständigen Artikel


Cookies helfen bei der Bereitstellung unserer Dienste. Durch die Nutzung erklären Sie sich mit der Cookie-Setzung einverstanden. Mehr OK