Keine Kostenerstattung bei verspäteter Meldung an die Kasse

Das Landessozialgericht Hamburg hat mit Urteil vom 29. Januar 2015 (L 1 KR 141/13) entschieden, dass gesetzliche Krankenversicherer nur in einem Notfall die Kosten für einen Eingriff übernehmen müssen, der nicht von einem Vertragsarzt durchgeführt wurde.

Eine Frau und spätere Klägerin war mit ihrem Sohn wegen anhaltender Beschwerden mit dessen Backenzähnen über Jahre hinweg bei mehreren Zahnärzte in Behandlung, ohne dass sich eine durchgreifende Besserung einstellte.

Nachdem sich bei dem Jungen auch noch neurologische Störungen mit Kribbeln am Rücken sowie Problemen der Halswirbelsäule auftraten, suchte die Klägerin mit ihm einen Kieferorthopäden auf, auf welchen sie bei Internetrecherchen gestoßen war.

Erst mehrere Wochen nach Behandlungsbeginn wurde ihre Krankenkasse von der Klägerin informiert und ihr ein Heil- und Kostenplan mit der Bitte vorgelegt, die aufgeführten Kosten in Höhe von ca. 4.400,- Euro zu übernehmen.

Da es sich bei dem Kieferorthopäden um keinen Vertragsarzt der gesetzlichen Krankenversicherer handele, lehnte die Krankenkasse die Erteilung einer Kostenzusage ab. Es stünden ausreichend Vertragsärzte zur Verfügung, die das Kind der Klägerin behandeln könnten ...

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