Filesharing - Vor Weihnachten mit dem Erotikfilm „Barely legal 3D" noch schnell kassieren

von Jan Gerth

Die Augsburger Kanzlei Negele, Zimmel, Greuter und Beller Rechtsanwälteverschickt Abmahnungen wegen angeblichem Filesharing mit dem Vorwurf der Urheberrechtsverletzungen an dem Erotikfilm „Barely legal 3D“.


In diesen Abmahnungen monieren die Kollegen der Kanzlei Negele, Zimmel, Greuter und Beller Rechtsanwälte die Verletzung der Rechte der mir wohlbekannten Produktionsfirma LFP Videogroup LLC.. Dem abgemahnten Anschlussinhaber wird vorgeworfen, den Erotikfilm „Barely legal 3D“ der Öffentlichkeit durch die Teilnahme an Filesharing-Netzwerken (peer-to-peer-Netzen) entweder selbst unberechtigt zur Verfügung gestellt oder Dritten dies über den eigenen Anschluss ermöglich zu haben.


Die Kanzlei Negele, Zimmel, Greuter und Beller Rechtsanwälte fordert in den mir vorliegenden Schreiben neben der üblichen strafbewehrten Unterlassungserklärung auch Anwaltskosten (957,60 €), sowie Ermittlungskosten durch die Firma Media Protector GmbH(200,00 €), Gerichtskosten für die Auskunftserteilung über die IP-Adresse (200,00 €) und Schadenersatz (500,00 €) in Summe 1.857,50 €.


Als Vergleichszahlung wird ein pauschaler Schadenersatz von 850,00 € angeboten.


Nach meiner Rechtsauffassung geht die geforderte Unterlassungserklärung deutlich über den abgemahnten Rechtsverstoß hinaus.


Es stellt sich zudem die Frage, ob die mir vorliegenden Abmahnungen der Kanzlei Negele, Zimmel, Greuter und Beller Rechtsanwälte dem neuen § 97a UrhG entsprechen und somit überhaupt die geforderten Anwaltskosten gefordert werden können ...

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