Unzumutbarkeit der Mängelbeseitigung

Eine grob fehlerhafte Bauausführung vermag einen tief greifenden Vertrauensverlust des Auftraggebers in die Leistungsfähigkeit des Auftragnehmers nicht mehr zu begründen, wenn dieser bereits mit der Mängelbeseitigung begonnen und der Auftraggeber sich darauf eingelassen hat, vgl. OLG Frankfurt, Urteil vom 29.01.2008 - 5 U 130/0. Der Auftraggeber (AG) beauftragt den Auftragnehmer (AN) mit den Gewerken "Sanitär, Heizung und Kühlung mit dazugehörigen Deckenarbeiten" bei der Errichtung mehrerer Gebäude. Als es nach Abnahme zum Herabfallen von Teilen des verbauten Deckenputzes kommt, fordert der AG den AN zur Nachbesserung auf. Der AN beginnt mit den Mängelbeseitigungsarbeiten und lässt den gesamten Deckenputz abschlagen, um ihn zu erneuern. Nach dem Beginn der Mängelbeseitigung lehnt der AG allerdings die weitere Nachbesserung durch den AN ab mit der Begründung, dass im Zuge der begonnenen Nachbesserungsarbeiten eine grob fehlerhafte ursprüngliche Bauausführung sichtbar geworden sei, die zu einem solchen Vertrauensverlust führe, dass es ihm (dem AG) unzumutbar sei, weiter mit dem AN zusammenzuarbeiten ...Zum vollständigen Artikel

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