Excel Programm – Datenzuverlässigkeit im Steuerrecht?

von Hans-Peter Schneider

Wer arbeitet heute nicht mit dem (aufgedrängten) Excel Programm? Nicht nur die Steuerpflichtigen, auch die Finanzverwaltung glaubt und lässt uns im Glauben der Zuverlässigkeit dieser (selbst erstellten) Daten. Juristen sind von zu Hause aus misstrauisch. Wenn diese im Gerichtssaal auf der Richterbank sitzen gibt es leider den Trend: “Schütze den Fiskus”. So auch bei der berüchtigten Frage für das aufgedrängte Fahrtenbuch.Hier traut die Rechtsprechung dem mit Excel geführten Fahrtenbuch nicht, weil es im Nachhinein manipuliert werden kann! Deshalb machte sich ein Steuerberater daran, durch weitere Maßnahmen Vertrauen zu setzen. Er diktierte die Angaben für das Fahrtenbuch direkt im Fahrzeug. Im Hintergrund lief das Radio mit, so dass so die “Echtheit” und “Zeitnähe” der Aufzeichnungen dokumentiert wird. Die zuverlässige Sekretärin übertrug diese diktierten Daten in das Excel-Programm.

Die Richter des 10. Senates des FG Köln befanden in alter Tradition mit Blick auf den VI. Senat des BFH (VI R 64/04), dass dieses Fahrtenbuch nicht anzuerkennen ist (10 K 33/15). Die Excelblätter stellen kein “Buch” dar, weil sie erst am Jahresende zusammengefasst worden sind ...

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