Unterschiede zwischen Lohnabtretung und -pfändung

Bekanntlich führen viele Wege nach Rom. Auch für Gläubiger gibt es verschiedene Wege, offene Forderungen einzuholen. Zwei davon sind Lohnabtretung und -pfändung. Da der Begriff Lohnpfändung oft für beides verwendet wird, ist vielen unklar, dass es sich bei Lohn­abtretung und Lohnpfändung um zwei unterschiedliche Verfahrens­weisen handelt. Wer als Schuldner die Unterschiede zwischen Lohnabtretung und -pfändung kennt, kann recht­zeitig einschreiten und läuft weniger Gefahr, dass durch fehelerhafter Umgang mit der Lohnabtretung oder -pfändung zu viel Geld an die Gläubiger überwiesen wird, das man nicht wieder zurück bekommt.

So funktionieren Lohnabtretung und Lohnpfändung

Lohn- bzw. Gehaltsabtretung
Eine Lohn- bzw. Gehaltsabtretung kann sich grundsätzlich jeder unterschreiben lassen, der einem anderen Geld leiht. Bei der Abtretung überträgt der Schuldner den pfändbaren Anteil seines Arbeitsentgelts an den Gläubiger. Diese Übertragung stellt eine Sicherheit für den Gläubiger für den Fall dar, dass das Darlehen nicht zurückgezahlt wird. Solange sich der Gläubiger nicht auf die Abtretung beruft und den pfändbaren Betrag vom Arbeitgeber einfordert (sog. Offenlegung der Lohnabtretung), erhält der Schuldner weiterhin seinen vollen Lohn bzw. sein volles Gehalt. Es handelt sich also um eine vorsorgliche Maßnahme, die im Kreditwesen zur Absicherung der Bank üblich ist.

Zur Lohn- oder Gehaltsabtretung können Regelungen in Ihrem Arbeitsvertrag getroffen werden. Mit der Folge, dass Ihr Arbeitgeber nicht auf jede Lohnabtretung Zahlung leisten muss. Bei diesem Thema gibt es viele Fallstricke, Arbeitsvertrag und Abtretungsvereinbarung müssen deshalb sorgfältig analysiert werden.

Lohn- bzw. Gehaltspfändung
Für eine Pfändung muss immer ein vollstreckbarer Titel gegen den Schuldner erwirkt werden. So auch bei der Lohnpfändung ...

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