Sexting – Was ist das und welche Möglichkeiten stehen Betroffenen zu?

von Stephan Breckheimer

Wer sich regelmäßig im Internet bewegt oder auch sonst über gängige Medien informiert hält, wird in den letzten Monaten möglicherweise auch mit dem Begriff „Sexting“ konfrontiert worden sein. Das Thema unterliegt momentan einem gesteigerten medialen Interesse, obwohl eine genaue Einordnung der tatsächlichen und rechtlichen Umstände des noch jungen Phänomens keineswegs einfach ist. Daher möchte ich im Nachfolgenden zunächst das Thema Sexting erst einmal generell erläutern daraufhin die rechtliche Möglichkeiten aufzeigen, die man als betroffene Person hat

Was ist Sexting?

Sexting setzt sich aus den Begriffen „Sex“ und „Texting“ (englisch für: SMS schreiben) zusammen und beschreibt somit dem Ursprung nach die private Kommunikation über sexuelle Inhalte per SMS. Mit der „klassischen“ SMS hat Sexting mittlerweile jedoch nur noch wenig zu tun. Das öffentliche Interesse an dem Thema entstand vielmehr erst, als bekannt wurde, dass insbesondere unter Jugendlichen das Zusenden von erotischen Selbstporträts heutzutage ein keineswegs ungewöhnlicher Vorgang ist. Doch auch auf Text- und Bildnachrichten beschränkt sich das Thema nicht, da ebenso Videoaufnahmen mit sexuell anzüglichen Inhalten hier mit einzubeziehen sind.

Dabei muss die auf dem Bild- oder Videomaterial abgebildete Person nicht zwangsläufig unbekleidet sein, um von Sexting reden zu können. Auch Bilder leicht bekleideter Personen sind hierunter einzuordnen. Maßgeblich ist im Einzelfall das Vorliegen eines sexuell anzüglichen Inhalts, wobei die Abgrenzung nicht immer leicht sein dürfte. Ob zum Beispiel ein Bild oder Video einer komplett bekleideten Person in sexuell anzüglicher Pose noch Sexting ist, kann man pauschal nicht beantworten und hängt immer von weiteren Umständen ab[1].

In der Regel wird Sexting heutzutage durch Versenden von Bildern über Smartphone-Dienste wie WhatsApp oder SnapChat ausgeübt ...

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