Peinlich: Anwalt kündigt Mitarbeiterin und „versemmelt“ Kündigungsfrist

von Thorsten Blaufelder

Arbeitnehmer müssen nicht auch sonntags in ihren Briefkasten sehen. Geht an diesem Tag ein Kündigungsschreiben des Arbeitgebers ein, gilt dies erst ab dem Folgetag als zugestellt, entschied das Schleswig-Holsteinische Landesarbeitsgericht (LAG) in einem am Mittwoch, 11.11.2015, bekanntgegebenen Urteil (AZ: 2 Sa 149/15). Damit hat die beklagte Arbeitgeberin eine am Sonntag in einem Briefkasten eingeworfene Kündigung zu spät zugestellt.

Im konkreten Fall war die Klägerin, eine Rechtsanwaltsgehilfin, noch in der Probezeit in der Kanzlei beschäftigt. Die gesetzliche Kündigungsfrist beträgt hier zwei Wochen. Danach ist eine Frist von mindestens vier Wochen zum 15. oder zum Ende eines Kalendermonats einzuhalten.

Der Arbeitgeber war mit der Arbeit der Frau jedoch nicht zufrieden und kündigte ihr. Das Kündigungsschreiben wurde ihr an einem Sonntag in den Briefkasten eingeworfen – der letzte Tag, an dem die Zwei-Wochen-Frist ablief.

Die Rechtsanwaltsgehilfin schaute jedoch erst in den Folgetagen in ihren Briefkasten ...

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