Der als Verteidigerpost getarnte Heroinschmuggelbrief

von Andreas Stephan

Da ihr drogensüchtiger Freund im Gefängnis war, wollte eine 36-jährige Regensburgerin ihm etwas “Gutes” tun und ihm Heroin in einem Brief an die JVA senden. Dabei unterlief ihr allerdings ein folgenschwerer Fehler. Die Dame packte 4,16 Gramm Heroin in einen Brief und adressierte ihn an ihren Freund im Gefängnis. Dabei wählte sie als Absender jedoch nicht ihren Namen, sondern den der Anwaltskanzlei des Verteidigers ihres Freundes. Sie fälschte dann sogar noch den Poststempel der Kanzlei. Sie ging davon aus, dass die “Verteidigerpost” nicht kontrolliert werden würde. Dabei machte sie allerdings den Fehler, dass sie den Brief zu gering frankierte, sodass der Brief wieder an den vermeintlichen Absender zurück ging – Die Regensburger Kanzlei des Verteidigers.

Als die Juristen den Brief öffneten, kamen sie zunächst erst mal selbst in Bedrängnis: Da ja der Besitz von Drogen an sich bereits strafbar ist, wandte sich die Kanzlei an die Staatsanwaltschaft und gab an, keinen Besitzwillen an dem Heroin zu haben und dass die Polizei den Brief beschlagnahmen soll, woraufhin diese das erledigte.

Danach konnte man die wirkliche Absenderin des Drogenbriefes leicht ermitteln: Da sie ihre DNA-Spuren an dem Brief hinterlassen hatte und darüber hinaus als Drogenabhängige mehrfach vorbestraft war, war ihr Namen in der Ermittlungsdatenbank schnell ausfindig zu machen.

Am Dienstag, den 17.11.2015 stand dann die Hauptverhandlung vor dem Landgericht Regensburg an. Die 36-Jährige musste sich wegen Drogenbesitzes, Drogenabgabe und Drogenhandel in nicht geringer Menge verantworten ...

Zum vollständigen Artikel


Cookies helfen bei der Bereitstellung unserer Dienste. Durch die Nutzung erklären Sie sich mit der Cookie-Setzung einverstanden. Mehr OK