Bauträgervertrag und Baumangel — Der bei Baumängeln geschuldete Kaufpreis

von Wilfried Recker

Der Bau­trä­ger ist ver­pflich­tet, das Bau­werk frei von Bau­män­geln (Sach­män­geln) her­zu­stel­len. Bei einem Bau­man­gel kann der Käu­fer vom Bau­trä­ger die Besei­ti­gung des Bau­man­gels inner­halb ange­mes­se­ner Frist ver­lan­gen (Nach­er­fül­lung). Bis zur Besei­ti­gung des Bau­man­gels durch den Bau­trä­ger kann der Käu­fer gemäß § 320 BGB den zur Män­gel­be­sei­ti­gung erfor­der­li­chen Teil­be­trag des Kauf­prei­ses nebst Druck­zu­schlag zurück­be­hal­ten. Wird der Bau­man­gel vom Bau­trä­ger nicht frist­ge­recht besei­tigt, kann der Käu­fer die Män­gel­rechte aus § 634 BGB gel­tend machen und nach sei­ner Wahl u.a. den Man­gel selbst besei­ti­gen und Ersatz der dafür erfor­der­li­chen Auf­wen­dun­gen ver­lan­gen, den Kauf­preis min­dern oder Scha­dens­er­satz statt der Leis­tung fordern.

Der Käu­fer schul­det bei einem Bau­man­gel nicht mehr den ver­trag­lich ver­ein­bar­ten Kauf­preis, son­dern nur noch den wegen der Gel­tend­ma­chung des Zurück­be­hal­tungs­rechts oder eines der Män­gel­rechte redu­zier­ten Kauf­preis. Die­ser redu­zierte Kauf­preis ergibt sich bei Gel­tend­ma­chung des Min­de­rungs­rechts ohne wei­te­res, weil sich der Kauf­preis bei Aus­übung des Min­de­rungs­rechts um den infolge des Man­gels redu­zier­ten Wert des Bau­trä­ger­ob­jek­tes ver­min­dert ...

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