Das Ende der Gemeinschaftspraxis – Datenschutz in der Arztpraxis IV

von Dr. Sebastian Ertel

Viele Ärzte versuchen sich nicht mehr als Einzelkämpfer, sondern schließen sich mit Berufskollegen zusammen und gründen eine Gemeinschaftspraxis.
Sowohl für Patienten als auch für die Ärzte resultieren hieraus eine Vielzahl an Vorteilen, beispielsweise die Vertretung bei urlaubs- oder krankheitsbedingter Abwesenheit.

Solange zwischen den Partnern „die Chemie stimmt“, ist auch datenschutzrechtlich alles in Ordnung. Was aber ist zu beachten, wenn das Verhältnis derart zerstritten ist, dass die Gemeinschaftspraxis aufgelöst wird? Konkret: Wie ist mit den Patientendaten und -akten umzugehen?

Grundsätzlich gilt der Behandlungsvertrag als zwischen dem Patienten und sämtlichen Ärzten der Gemeinschaftspraxis geschlossen. Daher sind die Patientendaten und –akten auf die einzelnen Ärzte (entsprechend nach dem hauptverantwortlich behandelnden Arzt) aufzuteilen.

Papierakten

Die Aufteilung ist bei Papierakten in den meisten Fällen unproblematisch. Die körperlichen Akten können dem jeweiligen Arzt ausgehändigt werden und dieser nimmt sie in seine neue Praxis mit ...

Zum vollständigen Artikel


Cookies helfen bei der Bereitstellung unserer Dienste. Durch die Nutzung erklären Sie sich mit der Cookie-Setzung einverstanden. Mehr OK