VG Potsdam zur Spaghettimonster-Kirche und Passbild mit Piratenkopftuch

von Andreas Stephan

Das Verwaltungsgericht Potsdam hat mit Urteil vom 13.11.2015 (Az. 8 K 4253/13) einen kuriosen Rechtsstreit beendet. Darin ging es um die Frage, ob dem Vereinschef der “Kirche des Fliegenden Spaghettimonsters Deutschland” zu Recht eine Ausstellung des Personalausweises mit einem Passbild verweigert wurde, auf dem er ein Piratenkopftuch trug. Auch zu dieser “Kirche” mit kuriosem Namen äußerte sich das Gericht.
Rüdiger Weida, der Chef der “Kirche des Fliegenden Spaghettimonsters Deutschland” – auch “Pastafaris” genannt – hatte geklagt, nachdem ihm die Stadt Templin in der Uckermark keinen neuen Personalausweis mit einem Piratenkopftuch-Passbild ausstellen wollte. Eine Ausnahme sei lediglich aus religiösen Gründen zulässig. Der 64-jährige Vereinschef berief sich daher auf die im Grundgesetz verankerte Gleichbehandlung von Religionsgemeinschaften und Weltanschauungsgemeinschaften und meinte, bei ihm sei daher ausnahmsweise ein solches Passbild zuzulassen, weil seine “Kirche” zumindest eine Weltanschauungsgemeinschaft und die Piratenkopfbedeckung für diese typisch sei.

Das VG Potsdam hat entschieden, dass die Passbehörde das Passbild zu Recht ablehnen durfte ...

Zum vollständigen Artikel


Cookies helfen bei der Bereitstellung unserer Dienste. Durch die Nutzung erklären Sie sich mit der Cookie-Setzung einverstanden. Mehr OK