Testament - fast jeder braucht es !

von Anja Uelhoff
Hört man sich zum Thema Testament um, fallen oft Aussagen wie „Ich brauche kein Testament, denn

das ist mir zu kompliziert – da muss ich ja zum Notar


das lohnt sich bei mir doch gar nicht


mein Mann erbt doch alles


mein Kind erbt doch alles.“



In diesem Beitrag sollen Fragen zur Form (jur. „Errichtung“ eines Testamentes) erklärt werden.

Vorab: ja, ein gewisser Formzwang ist gegeben – aber ein Notar muss das Testament nicht aufsetzen und beurkunden.

Das Allerwichtigste: das Testament muss „von oben bis unten“ persönlich mit der Hand geschrieben sein. Auch eine schwer leserliche Schrift (liebevoll „Sauklaue“ genannt) entbindet einen nicht von dieser Form. Wer denkt, dass seine Schrift tatsächlich vollkommen unleserlich ist, muss sich dann doch den Weg zum Notar machen. Das OLG hatte sich jüngst mit einem unleserlichen Testament zu befassen. Wenn es interessiert, der kann hier die Pressemitteilung des OLG lesen.

Bei Paaren, die verheiratet oder verpartnert sind, gibt es eine Erleichterung: Sie können ein gemeinschaftliches Testament machen. Dabei schreibt der eine Partner den Text per Hand, dann unterschreiben beide das Dokument. (Warum ich gemeinschaftliche Testamente oft für „unglücklich“ halte, werde ich in einem späteren Beitrag erläutern.)

Um einen Schönheitspreis geht es aber beim Verfassen des Testamentes nicht – Sie müssen also nicht das gute Büttenpapier heraus suchen, es geht zur Not auch ein Papiertaschentuch (wobei sich dann allerdings die Frage stellt, wie lange das Testament dann rein physisch haltbar ist) ...Zum vollständigen Artikel


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