EUR 15.000 Schmerzensgeld für Pornobilder?

von Christopher A. Wolf

Stellt die öffentliche Zurverfügungstellung von Fotomontagen im Internet, auf denen das Gesicht einer Frau und die teil- oder vollständig entblößten Körper nackter Frauen in pornografischen Posen zu sehen sind, gegen die allgemeinen Persönlichkeitsrechte der erkennbaren Person? Im Rahmen einer Klage auf Schmerzensgeld nahm sich das OLG Oldenburg nun dieser Frage an.

Subbotina Anna / Shutterstock.com

Ein Mann aus Oldenburg hatte im Internet pornografischer Fotomontagen seiner Schwägerin auf verschiedenen Webseiten im Internet veröffentlicht und dabei zum Teil sogar den Namen und die Heimatregion seiner Schwägerin genannt. Es handelte sich dabei um Fotomontagen, auf denen das Gesicht und die teil- oder vollständig entblößten Körper (anderer) nackter Frauen in pornografischen Posen zu sehen waren.

Als die Schwägerin im Oktober 2010 darauf aufmerksam gemacht wurde, dass pornografische Darstellungen ihrer Person auf verschiedenen Websites im Internet veröffentlicht seien, erstattete sie gegen ihren Schwager Strafanzeige und erhob Klage vor dem Landgericht Oldenburg, mit der sie ihren Schwager auf Zahlung eines Schmerzensgeldes in Anspruch nahm.

Nachdem das Landgericht Oldenburg in erster Instanz den Schwager zur Zahlung eines Schmerzensgeldes in der Höhe von EUR 22.000 wegen der schwerwiegenden Verletzung des allgemeinen Persönlichkeitsrechts der Schwägerin verurteilt hat, legte dieser beim OLG Oldenburg Berufung gegen das ergangene Urteil ein.

Entscheidung des Gerichts

Der 13 ...

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