E-Commerce mit Hanfsamen: Gartenfreunde vs. Kiffer

von Martin Steiger

Wer Hanfsamen bei ausländischen Anbietern im Internet bestellt, muss in der Schweiz mit einem Strafverfahren rechnen, wenn aus den bestellten Hanfsamen Rauschhanf angepflanzt werden kann. Ein solches Strafverfahren bedeutet üblicherweise eine Einvernahme bei Polizei oder Staatsanwaltschaft, kann aber auch zu einer Hausdurchsuchung und weiteren Zwangsmassnahmen führen.

Bei der Bestrafung unterscheidet das Betäubungsmittelgesetz in stossender Art und Weise zwischen verschiedenen Verwendungszwecken:

Kiffer: Busse, kein Strafregistereintrag

Wer Hanfsamen als Kiffer einführt um daraus für den Eigenkonsum Rauschhanf anzupflanzen, wird mit Busse bestraft oder in leichten Fällen gar nicht bestraft (Art. 19a Abs. 1 u. 2 BetmG). In den meisten Fällen erfolgt kein Eintrag im Strafregister, weil ein solcher Eintrag bei Übertretungen eine Busse von über 5’000 Franken voraussetzt.

Gartenfreund: Geldstrafe, Strafregistereintrag

Wer hingegen Hanfsamen einführt um Rauschhanf anzupflanzen, diesen aber nicht als Betäubungsmittel verwenden möchte, wird meist mit einer bedingten Geldstrafe in Verbindung mit einer Busse bestraft (Art. 19 Abs. 1 lit. b BetmG), was zu einem Strafregistereintrag führt. Ein Beispiel dafür ist der Anbau von Cannabis als natürliches Mittel gegen Ungeziefer im Garten ...

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