Die Gerichtskasse um 50.000 Euro betrügen? Nicht die beste Idee

von Stephan Weinberger

Ein Mann sollte 500 Euro an Gerichtskosten bezahlen, wollte aber lieber selbst Geld haben. Kurzerhand machte er eine (vermeintliche) Forderung in Höhe von 50.000 Euro an die Gerichtskasse daraus. Nun stand die Berufungsverhandlung wegen versuchten Betruges vor dem Landgericht Düsseldorf an.

Die Staatsanwaltschaft wirft dem 40-Jährigen vor, ein Formular manipuliert zu haben um statt der von der Gerichtskasse geforderten 533,71 Euro eine Gutschrift in fast 100-facher Höhe zu bekommen.

Anschließend hätte er einen Anwalt beauftragt, die fast 50.000 Euro für ihn geltend zu machen. Der beauftragte Anwalt soll sogar mit einer Dienstaufsichtsbeschwerde gegen die Mitarbeiter der Gerichtskasse vorgegangen sein, weil die sich weigerten, die Summe an den Angeklagten auszuzahlen.

Die Leiterin der Gerichtskasse sagte vor Gericht als Zeugin aus, dass das Schreiben auffällig gewesen sei, denn derartige Gutschriften veranlasse die Gerichtskasse gar nicht. Zusätzlich seien die verschiedenen Schrifttypen auffällig gewesen. Darüber hinaus sei zum besagten Aktenzeichen im System vermerkt gewesen, dass der vermeintliche Gläubiger tatsächlich ein Schuldner sei.

Der Mann hatte bereits beim Gerichtsvollzieher eine eidesstattliche Versicherung abgegeben ...

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