Alnatura und Betriebsrat: Öko/Bio muss nicht immer auch sozial sein

Bei den Begriffen Öko und Bio denken viele an die vielleicht etwas bessere Welt. Was die Produktion und Qualität von Waren und Lebensmitteln angeht, mag das schon zutreffen. Dass auch alles andere in dieser Branche rosarot ist, nun, wir wissen es nicht so recht. Bei den Arbeitsbedingungen und dem Umgang mit Mitarbeitern scheint noch so manches im Argen zu liegen. Ein aktuelles Beispiel liefert die Biomarktkette Alnatura.

Rund 100 Filialen betreibt der Bio-Supermarkt bundesweit. Nur eine einzige davon, die Niederlassung in Freiburg, verfügt über einen Betriebsrat. Kürzlich wollten auch die Kolleginnen und Kollegen in Bremen eine betriebliche Interessensvertretung installieren. Auf der Mitarbeiterversammlung, auf der der Wahlvorstand gewählt werden sollte, kam es wohl zu taktischen Manövern der Geschäftsleitung. So ließ diese unmittelbar vor der Wahl zu den bereits bestehenden Kandidaten noch drei weitere dazu aufstellen. Dadurch verhinderte man, dass die rechnerisch notwendige Mehrheit für die Bildung des Wahlvorstandes erreicht wurde. Die Betriebsratswahl war früh gescheitert.

Alnatura verkündete anschließend, der Wahl eines Betriebsrats weiterhin offen gegenüber zu stehen, stellte aber gleichzeitig fest, dass die Mitarbeiter wohl offensichtlich gar keinen haben wollen ...

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