Anforderungen an Smart Meter Gateways

von Dr. Sönke Maseberg

Am 21. September 2015 wurde der Referentenentwurf zum „Gesetz zur Digitalisierung der Energiewende“ veröffentlicht. Wir haben uns diesen Referentenentwurf bereits dreimal vorgenommen und interessante Teilbereiche herausgepickt und näher beleuchtet. Heute möchten wir unser Augenmerk auf die Anforderungen an Smart Meter Gateways legen.

Die Schnittstelle

Das Smart Meter Gateway ist die zentrale Komponente für die Kommunikation zwischen intelligenten Zählern (Local Metrological Network – LMN), Systemen im Haus (Home Area Network – HAN) und externen Marktteilnehmern (etwa den Stadtwerken, Verteilnetzbetreibern oder Messstellenbetreibern).

Wie diese Gateways geprüft und zertifiziert werden müssen, ist seit längerem klar: Common Criteria-EAL4+-zertifiziert plus zertifiziert gemäß TR-03109.

Neu ist zum einen die rechtliche Verortung im neuen Messtellenbetriebsgesetz sowie ein Hinweis auf die Bedeutung und Wichtigkeit von Datenschutz und IT-Sicherheit. Neu ist ferner, dass diese Standards „nunmehr für allgemeinverbindlich erklärt werden“.

Das Smart Meter Gateway als technisches Bauteil innerhalb der häuslichen Umgebung muss besonderen Datenschutzbelangen genügen. Denn wer möchte sich schon einen Spion ins Haus holen? Und weil hier IT- und Energienetze zusammengehen, ist insbesondere aufgrund der Ausfallsicherheit ein hohes Maß an IT-Security gefragt.

Sicherheit per Gesetz

Diese Motivationen lassen sich in § 24 MsbG ablesen. Das Gesetz macht an dieser Stelle finale Vorgaben für die Smart Meter Gateways:

  • Sie müssen eine Common Critera-Evaluierung in EAL4+ gem ...
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