„Gratis-Glas“ – Werbeaktion eines Optikers

von Simone Staudacher

Attraktive Werbeaktionen locken eine Vielzahl von Kunden an. Oft besteht dabei nur ein schmaler Grat zwischen zulässiger Werbemaßnahme und Wettbewerbswidrigkeit. Die Werbung eines Augenoptikers mit „1 Glas geschenkt!“ bzw. „Gratis-Glas“ hat nun das Oberlandesgericht Hamm beschäftigt.

Ein Augenoptik- und Hörakustikunternehmen warb in einem Prospekt und im Internet für ein Angebot zum Kauf einer kompletten Brille, also Fassung und zwei Gläsern.

Abgebildet wurde unter anderem ein Brillengestell, wobei ein Glas als „gratis“ und das andere Glas als „günstig“ bezeichnet wurde. Hervorgehoben wurde zudem die Angabe „1 Glas geschenkt!“. Die Angabe war mit einem Sternchen markiert und führte zu dem Text „Gültig beim Kauf einer kompletten Brille mit D2-Gläsern in Sehstärke. Nicht mit anderen Angeboten kombinierbar.“ Außerdem warb der Optiker mit der Mitteilung „Das D Gratis-Glas zu jeder Brille!“.

Die Wettbewerbszentrale sieht hierin einen Verstoß gegen das Zuwendungsverbot des Heilmittelwerbegesetzes und eine Irreführung im Sinne des Wettbewerbsrechts. Der werbende Optiker verschenke tatsächlich nicht eines von zwei Brillengläsern, sondern gewähre einen Rabatt in Höhe von 50 % auf beide Brillengläser.

Das LG Dortmund gab der Wettbewerbszentrale Recht ...

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