Die Frau mit dem Computer, der heimlich Pornos lädt

von Stephan Weinberger

Vor Gericht stritten eine junge Frau und Beate Uhse Licensing B.V. über einen heruntergeladenen Pornofilm. Die Frau sagt aus, weder sie noch ihr Freund hätten damit was zu tun. Vielmehr habe der Computer ein eigenes Leben entwickelt.

Die niederländische Firma Beate Uhse Licensing B.V. (vergleichbar mit einer deutschen GmbH) will Schadensersatz von der Frau, insgesamt 1300 Euro. Über ihren Internetanschluss soll ein bestimmter Hardcore-Titel mittels Tauschbörse heruntergeladen worden sein, so die Begründung der Lizenzagentur. Die Frau hält dagegen, dass sie zu der in Frage kommende Zeit im Zoo gewesen wären. Schuld seien geheimnisvolle Kräfte, die illegal den besagten Pornofilm auf ihren PC geladen hätten.

Genauer nachprüfen lässt sich der Download nicht mehr, da der betroffene PC längst vernichtet worden sei. Diese sei angeblich mit einem “Trojaner” befallen gewesen. Aufgrund der Beweisschwierigkeiten beider Seiten, schlug das Landgericht München I erfolgreich einen Vergleich zur Lösung des Rechtsstreits vor.

Regelmäßig durchsucht die Beate Uhse Licensing B.V. mittels Antipiracy-Software das Internet nach Rechtsverletzungen. Durch die Software kann festgestellt werden, wann und von wem urheberrechtlich geschützte Filme getauscht werden. Dabei werden auch die IP-Daten der beteiligten Computer ermittelt, um die Anschlussinhaber zu identifizieren ...

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