Der Architektenvertrag für Anfänger

von G. Ostfalk

In der Anwaltspraxis stelle ich immer wieder fest, dass Bauherren bei ihrem ersten vertraglichen Kontakt mit einem Architekten Probleme haben, das Vertragswerk und die vertraglichen Pflichten des Architekten zu verstehen und abzuschätzen.

Eine wichtige Unterscheidungen für die Praxis besteht zwischen den sogenannten Grundleistungen und den sogenannten besonderen Leistungen.

Weiterhin ist zu unterscheiden, welche Arbeiten der Architekt aufgrund des Vertrages zu erledigen hat und welche Vergütungsverpflichtung daraus folgt.

Grundsätzlich gilt für Architekten und Ingenieure die Honorarordnung für Architekten und Ingenieure (HOAI). Das bedeutet, dass es für diese Berufsgruppe ein gesetzliches Preisrecht gilt. Sie können also das Honorar nicht frei verhandeln sondern mögliche Honorarvereinbarungen müssen sich innerhalb der Grenzen der HOAI bewegen. Dabei ist es verboten, die sogenannten Mindestsätze der HOAI zu unterschreiten.

Der Gesetzgeber hat dieses gesetzliche Preisrecht deshalb eingeführt, damit Architekten, die eine wichtige allgemeine Aufgabe von gesellschaftlicher Bedeutung übernehmen, sich nicht durch einen Preiswettbewerb in existentielle Bedrängnisse durch einen Preiswettbewerb begeben müssen ...

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