Das Arbeitszeugnis

Das Arbeitszeugnis ist eine Beurteilung der Arbeitsleistung nebst Qualifikation und des Verhaltens des Arbeitnehmers, welche vom Arbeitgeber ausgestellt wird. Grundsätzlich muss das Zeugnis wohlwollend formuliert sein. In Deutschland besteht ein gesetzlicher Anspruch auf ein qualifiziertes Arbeitszeugnis bei Beendigung des Arbeitsverhältnisses - die Dauer des Arbeitsverhältnisses ist für die Anspruchsentstehung unerheblich. Ist das Arbeitsverhältnis nicht beendet, kann der Arbeitnehmer ein Zwischenzeugnis verlangen sofern hierfür ein triftiger Grund besteht (z.B. Wechsel des Vorgesetzten, Versetzung). Der Arbeitnehmer muss das Zeugnis ausdrücklich verlangen. Bei Auszubildenden muss der Ausbilder von sich aus ein Zeugnis ausstellen. Der Betriebsrat hat kein Mitwirkungsrecht.

Form

Das Arbeitszeugnis muss maschinenschriftlich mit Datum, Bezeichnung des Arbeitnehmers und Unterschrift des Arbeitgebers oder seines Beauftragten erstellt werden. Regelmäßig hat die Ausstellung auf dem Briefbogen des Arbeitgebers zu erfolgen, wenn für die Geschäftskorrespondenz Firmenbögen verwendet werden. Das Papier muss haltbar und von guter Qualität sein. Radierungen, Streichungen, Verbesserungen oder gar Flecken sind ebenso wie die Verwendung von Geheimzeichen oder Ausdrücken mit Nebenbedeutung unzulässig. Die Erteilung des Zeugnisses in elektronischer Form ist ausgeschlossen. Das Zeugnis muss vom Arbeitgeber oder der ausstellenden Person eigenhändig unterzeichnet sein.

Zeitpunkt

Das Arbeitszeugnis ist bei Beendigung des Arbeitsverhältnisses zu erstellen. Bei berechtigtem Interesse des Arbeitnehmers als Zwischenzeugnis auch schon vorher (s.o.). Der Anspruch auf Erstellung eines Arbeitszeugnisses verjährt in drei Jahren, ist aber im Falle eines qualifizierten Zeugnisses schon wesentlich früher verwirkt ...

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