Umstrittene Honorarprofessur an der FU Berlin

Die Ernennung zum Honorarprofessor an einer Universität kann sich mitunter zu einem Politikum auswachsen. An der Freien Universität Berlin ist vom dortigen Fachbereich Rechtswissenschaft ein Verfahren in Gang gesetzt worden, den Vorsitzenden Richter am LAG Berlin, Herrn Dr. Aino Schleusener, zum Honorarprofessor zu ernennen. Damit hat sich der Fachbereich ohne Zweifel für eine im Arbeitsrecht hervorragend ausgewiesene Persönlichkeit entschieden, die auch im arbeitsrechtlichen Schrifttum sehr präsent ist. Er ist u.a. Mitherausgeber eines Kommentars zum AGG (Schleusener/Suckow/Voigt, AGG, Kommentar zum Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetz, 3. Aufl. 2010) und eines Kommentar zum AGG (Bader / Dörner / Mikosch / Schleusener / Schütz / Vossen, Gemeinschaftskommentar zum Arbeitsgerichtsgesetz, GK-ArbGG, Stand 2015). Allerdings scheint ihm nun die Mitwirkung an einem Urteil zum Verhängnis zu werden, das vor einigen Jahren für ein großes Medienecho gesorgt hatte. Zu den aktuellen Geschehnissen an der FU Berlin wird nachfolgend auszugsweise ein Bericht des „Tagesspiegels“ vom 16.10.2015 wörtlich wiedergegeben: „Axel Aino Schleusener, Vorsitzender Richter am Berliner Landesarbeitsgericht, wird offenbar nicht Honorarprofessor der Freien Universität (FU). Nach unbestätigten Informationen eines Insiders kam im Akademischen Senat der FU am Mittwoch im nicht öffentlichen Teil der Sitzung keine Mehrheit dafür zustande. In der zweiten Abstimmung des Gremiums zur Honorarprofessur Schleuseners soll es am Mittwoch zehn Jastimmen, zehn Neinstimmen und eine Enthaltung gegeben haben ...

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